Dienstag, 15. Dezember 2015

Pflegendes Badesalz mit Weihnachtsduft

Als mich letztens wahnsinnig günstiges Totes-Meer-Salz angesprungen hat (1,5kg für 2 €), dachte ich mir, das ist wohl ein Wink des Schicksals, dass ich endlich mal Badesalz machen sollte. Dran gedacht hatte ich nämlich schon häufiger, aber irgendwie habe ich mich dann doch immer wieder für Badepralinen oder -bomben entschieden. Macht der Gewohnheit.

Pflegendes Badesalz herzustellen ist pupseinfach. Ich habe viel mehr Zeit mit der Etikettengestaltung verbracht als an der Rührschüssel ;)


Und so geht's:


  • 500g Totes-Meer-Salz
  • 3 gehäufte EL Magermilchpulver
  • 30ml Mandelöl (oder anderes Öl)
  • 50 Tropfen ätherisches Öl (ich habe eine Weihnachtsmischung verwendet)
  • Lebensmittelfarbe

Eigentlich muss alles einfach nur vermischt werden. Falls man das Badesalz einfärben möchte, sollte man einen TL des Salzes mit einem TL Wasser mischen, darin die Lebensmittelfarbe verrühren und dann alles zurück zum Salz geben. Falls man Pigmente statt Lebensmittelfarbe verwenden möchte (aber bloß nicht zu viel, sonst kann man ewig die Wanne schrubben), kann man diese entweder ebenfalls in einer Wasser-Salz Mischung oder in dem Mandelöl dispergieren (je nachdem, ob das Pigment wasser- oder öllöslich ist).

Tadaaa, das war's schon. 

P.S. Ich habe übrigens violette Lebensmittelfarbe verwendet. Sieht man doch, oder? :D Aber das bläuliche Grün, was schlussendlich dabei herausgekommen ist, gefällt mir auch gut. 

Mein Beitrag für Creadienstag und für den Lila-Lotte-Adventskalender.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

"Santa's Favorite" - mit Milch- und Haferkeksduft

Ich bin irgendwie ein bisschen seifenfaul gewesen in letzter Zeit. Heute ist mir schlagartig aufgefallen, dass ja bald Weihnachten ist (das kommt aber auch immer so überraschend!) und ich noch keine einzige Weihnachtsseife gesiedet habe.
Da die Zeit bis Weihnachten für eine kaltgesiedete Seife nicht mehr ausreicht (man bräuchte mindestens 6 Wochen für die Reifung), hab ich mich heute an meine erste Heißverseifung gewagt. Ich habe mich für die Mikrowellenmethode entschieden (MWHP - microwave hot process), weil es deutlich schneller geht als im Ofen (OHP). Heißverseifte Seifen kann man sofort nach dem Abkühlen und Trocknen verwenden, weil der Verseifungsprozess schon vollständig im Ofen bzw. der Mikrowelle geschehen ist und kein NaOH mehr übrig ist.

Mein Rezept ist ein Notfall-Spontanrezept aus Resten, die ich grad da hatte.

125g Distel high oleic (das "normale" ranzt zu schnell)
125g Kokos
125g Raps
65g Fettstange
60g Olive
NaOH für 9% Überfettung (bitte selbst ausrechnen)

10g PÖ Hafer-Milch-Honig
2 EL Joghurt
Kakaopulver
gelbe flüssige Lebensmittelfarbe 

Zunächst geht man genauso vor wie bei der Kaltverseifung, im Anschluss kommt die Masse in ein mikrowellengeeignetes Gefäß und wird immer wieder kurz gekocht und zwischendurch umgerührt. Eine genaue Anleitung gibt's hier.

Nachdem alles vollständig verseift war, habe ich das PÖ und den Joghurt untergerührt, danach Teile des Seifenleims entnommen und eingefärbt. Dann musste es schnell gehen, weil der Leim schon ziemlich zäh wurde, also wurde flott alles in die Form geschaufelt. Am Ende kamen noch ein paar Schoko- ähh Seifenraspel obendrauf und ein Kakaopulver-Stempel. Die "rustikale" Optik der Seife kommt durch die Heißverseifung. Swirls und filigrane Muster sind bei dieser Technik nicht möglich, weil der Seifenleim zu zäh wird.

Warum die Seife trotz des weihnachtlichen Namens nicht so richtig nach Weihnachten aussieht und auch keinen typischen Weihnachtsduft hat, liegt daran, dass ich mir immer denke, dass die Seifen ja erst nach der Weihnachtszeit und teilweise noch bis in den Frühling oder Sommer hinein verwendet werden und da finde ich einen klassischen Weihnachtsduft irgendwie unpassend. Also habe ich mir überlegt, dass Santa Claus doch verrückt ist nach Milch und Keksen - warum also nicht diesen Duft verseifen. Weihnachten light sozusagen ;)

Mein Beitrag für RUMS

Mit der Banderole verschließe ich die Cellophantütchen, wenn die Seifen getrocknet sind.
 

Mittwoch, 23. September 2015

DIY light: Roggenmehl-"Shampoo"

Vorweg: eigentlich bin ich ja gar keine Öko-Tante. Ich liebe Make-up, färbe mir die Haare und habe auch nicht vor mein eigenes Gemüse anzubauen. Aber so ein bisschen öko bin ich dann halt schon und vor allem ganz schön haarfixiert.

Mich hat es schon immer genervt, dass ich meine Haare spätestens (dann wurd's aber auch echt Zeit) jeden zweiten Tag waschen musste. Die meisten wissen ja mittlerweile, dass das eigentlich nicht gut ist für die Haare, aber mit einem Fettkopf will man halt auch nicht durch die Gegend laufen. Also hab ich mich nach milderen (also weniger zur Nachfettung anregenden) Alternativen zu den Tensiden SLS und SLSA umgeschaut. Zunächst bin ich auf selbstgemachtes Honig-Ei-Shampoo gestoßen, aber bisher fand ich es immer ziemlich fies mir Ei ins Haar zu schmieren. Außerdem muss man dabei sehr auf die Duschtemperatur aufpassen, sonst gibt's Rührei im Haar und das herauszubekommen ist wahrlich keine Freude :D

Natron-Wäsche schied auch aus, das trocknet meine Haare zu sehr aus. Ich hatte es einmal ausprobiert als "Cleansing-Wäsche", als ich auf silikonfreie Haarpflege umgestiegen bin und mir die letzten Silikonreste aus den Haaren waschen wollte. Das hat zwar auch geklappt, das Haargefühl danach war aber gruselig.

Dann bin ich über den Blog Wasteland Rebel auf die Roggenmehl-Methode gestoßen und habe sie direkt mal ausprobiert:

Hier das Rezept (abgewandelt für meine Haarlänge): 
  • 4-5 EL Roggenmehl (Typ 1150)
  • lauwarmes Wasser
  1.  Roggenmehl mit einem kleinen Schneebesen in lauwarmem Wasser verrühren. So viel Wasser verwenden, dass eine shampooähnliche Konsistenz entsteht
  2. Haare nass machen, Roggenmehlmischung auf den Ansatz geben und gut verteilen, Reste in den Längen verteilen.
  3. kurz einwirken lassen (ca. 1-3 Minuten), unter fließendem Wasser ausspülen.
  4. Im Anschluss evtl. eine saure Rinse machen.
  5. die Mengenangabe ist für langes Haar (meine Haare sind 60cm lang), bei kürzeren Haaren die Menge ggf. anpassen.

Ok, es ist irgendwie kein klassisches Rezept, hat ja nur eine "richtige" Zutat. Aber deshalb heißt der Artikel ja auch DIY light ;)
Statt Typ-1150-Mehl kann man auch Vollkornmehl verwenden, das lässt sich aber nicht ganz so gründlich auswaschen, sodass es danach manchmal noch mehlig vom Kopf rieselt (sieht aber glücklicherweise nicht aus wie Schuppen). Andere Mehlsorten, insbesondere Weizen, sollten nicht verwendet werden, weil sie zu viel Gluten (Klebereiweiß) enthalten und wie der Name schon sagt die Haare verkleben. Wer wäscht sich schon gerne Pizzateig aus dem Haar. Kichererbsenmehl soll aber wohl auch funktionieren.

Wenn man ein totaler Duft-Junkie ist und ohne Shampooduft gar nicht leben möchte, kann man natürlich auch ein bis zwei Tröpfchen Parfumöl oder ätherisches Öl zu der Mehlmischung geben. 


Und da ich total begeistert bin von der Roggenmehlmethode, hier noch eine kurze Werbeeinblendung:

  • Kein Mikroplastik wie in herkömmlichen Shampoos, das dann in die Meere gelangt.
  • Fett und Talg werden gut entfernt (zumindest bei mir. Es scheint nicht bei jedem gleich gut zu funktionieren.)
  • Die Kopfhaut wird dank des Verzichts auf Tenside nicht zu neuer Talgproduktion angeregt. Durch das geringere Nachfetten muss man die Haare nicht mehr so häufig waschen.
  • Roggenmehl enthält viele haarpflegende Inhaltsstoffe.
  • Es ist noch günstiger als eine Wäsche mit Billigshampoo.
  • Der Aufwand hält sich wirklich in Grenzen: das Anrühren dauert vielleicht 30 Sekunden.
  • Und das wichtigste: ich habe DEUTLICH weniger Haarverlust!
Seit 3 Wochen wasche ich mir nun nur mit Roggenshampoo und saurer Rinse die Haare, im Anschluss wird eine Löffelspitze Kokosöl in den Spitzen verteilt. Meine Haare fühlen sich genauso weich und gepflegt an wie vorher (da war meine tägliche Routine Shampoo und Spülung bzw Shampoo und Haarkur), fetten aber jetzt schon langsamer nach. Also ich bin hin und weg! 

Edit (29.9.): Ölkuren bekommt man mit der Roggenmehlwäsche übrigens nur sehr schwer aus den Haaren. Wenn ich eine Kur gemacht habe, mische ich noch zusätzlich einen EL Reetha (Waschnusspulver) ins Roggenmehl-Shampoo; damit funktioniert es bei mir super. 

unraffiniertes Kokosöl ...mmmmmh, ich liebe den Duft :)

Mein Beitrag für Mittwochs mag ich.

Samstag, 19. September 2015

Nähkram: T-Shirt

Mein nächstes Näh-Projekt war ein T-Shirt aus dem Stoff, den ich von der Leggings noch übrig hatte.

Da es mein erstes Oberteil überhaupt war, hat es schon ein bisschen gedauert, bis alles fertig war und ich habe zwischenzeitlich ordentlich geflucht, aber jetzt sitzt es super und das Bündchen-Annähen, vor dem ich etwas Muffen hatte, hat auch auf Anhieb geklappt.

Donnerstag, 17. September 2015

Nähkram: Leggings ohne Schnittmuster

Eigentlich ist das ja hier ein Seifen und Kosmetik-Blog. Eigentlich. Aber manchmal muss man halt auch mal wieder alte vergessene Hobbies ausgraben. Und so hab ich mal wieder meine Nähmaschine rausgekramt.

 
Angefangen hat es mit einer Leggings, für die ich eine gutsitzende Leggings als Vorlage benutzt habe. Eine Anleitung findet ihr z.B. hier bei Mamahoch2.
Als ich in meinem kleinen Stoffladen war, hab ich mich sofort in den Nähmaschinen-Herzchen-Stoff verliebt und so musste der natürlich eingepackt werden.

Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem ersten Nähversuch nach 5 Jahren. Und es ist auch noch ein bisschen was von diesem wunderschönen Stoff da, sodass auf jeden Fall auch noch ein T-Shirt entstehen wird ...falls ich das denn hinbekommen sollte ;)

Und jetzt noch ab zu RUMS und zu den Herzensangelegenheiten

Samstag, 5. September 2015

'Pink me up, Scotty' - Seife mit Tussahseide

Endlich hab ich mal wieder ein neues Seifchen zusammengerührt.
Nachdem ich die letzten Wochen plötzlich wieder - nach mehreren nählosen Jahren - im Nähfieber war, kam am letzten Wochenende eine ebenfalls seifelnde Freundin (die Krankheit ist ansteckend *g*) zum "Rührsonntag" vorbei. Neben der Seife wurde auch noch eine neue Fuhre Deocreme *klick* gerührt.


Für die Seife haben wir folgendes Rezept verwendet:


24% Kokos
24% Fettstange
24% Soja
24% Distel HO
4% Rizinus

In der Lauge:
3g Seide
2TL Zucker
2TL Salz

PÖ Olive Lush

Farben: rote Tonerde, Pigmente in schwarz, "rot" (heißt zwar rot, ist aber eindeutig pink) und pflaume

Resteverwertung in Einzelförmchen



Wir haben ohne Olivenöl oder anderes farbiges Öl gearbeitet, damit die Farben schön rauskommen. Heute hat auch alles fantastisch geklappt, keine Zickereien, kein schnelles Andicken, nüscht. Und jetzt haben wir eine hübsche rosa Mädchenseife :D



Dienstag, 11. August 2015

"Is' ja bombe!" Badebomben

Heute gab's bei mir drei verschiedene Badebomben. 
Die roten sind beduftet mit ätherischem Rosenholzöl und einem Hauch Zimt, blau riecht offiziell nach "Gras", für mich riecht es aber eher nach irgendwas, was "Meeresbrise" oder so heißen sollte, und grün duftet nach Zitrone-Lemongrass.

Mein Rezept:
  • 130g Natron
  • 65g Zitronensäure 
  • 20g Stärke
  • 25g Milchpulver
  • 35g Kakaobutter
  • 7g Öl nach Wahl (z.B. Mandel, Jojoba, Traubenkern...)
  • ätherisches Öl oder Parfumöl nach Bedarf
Anleitung: trockene Zutaten mischen. Kakaobutter sanft schmelzen (möglichst nicht über 40° kommen), am besten geht das im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Öl zu der flüssigen Kakaobutter geben, mit den trockenen Zutaten mischen. Eine Badebombenform großzügig füllen und die beiden Hälften mit viel Druck aufeinander pressen. Fertig! :)

Silikonförmchen eignen sich hier übrigens gar nicht, da man durch den geringen Ölgehalt und die vielen festen Bestandteile der Bömbchen ordentlich Druck braucht, damit nichts zerbröselt.

So, und jetzt noch ab zum Creadienstag...

Montag, 10. August 2015

Frühlingsgefühle



Eine neue Seife mit dem berühmten "Petra-Swirl" (hier geht's zu Petras Blog). Diesen Swirl habe ich erstmalig ausprobiert und ich finde, er ist mir ganz gut gelungen :) Nur mit dem Schneiden hat's mal wieder etwas gehapert.

Mein Rezept:

26% Soja
25% Olive
25% Palm
20% Kokos
4% Rizinus

je 1 TL Salz und Zucker in der Lauge

PÖ "Fresh Mango"

Überfettung: 10%

Am Tag nach dem Seifeln hatten sich plötzlich Laugentröpfchen oben auf der Seife gebildet. Ich hatte schon Angst, dass ich den Seifenleim vielleicht nicht lang genug gerührt habe, aber die Tröpfchen verschwanden im Laufe des Tages wieder und ich konnte aufatmen. Allerdings blieb die Seife seeehr lange weich, weil ich die Wassermenge etwas erhöht hatte (ich hab immer Sorgen, dass der Leim zu fest zum Swirlen werden könnte). Nach dem Einfrieren ließ sie sich aber ohne Zicken ausformen und schneiden und mittlerweile ist sie auch endlich schön fest.
Das Parfumöl hat sich sehr brav verhalten, allerdings ist der Duft nach wenigen Wochen schon fast verflogen. Man muss also wohl entweder deutlich mehr reinkippen oder den Duft vielleicht eher für andere Rührsachen als Seife verwenden. Schade, ich fand ihn sehr angenehm und unaufdringlich. Vielleicht war er einfach ein bisschen ZU zurückhaltend ;) Komischerweise hat er sich in meiner Duschbutter gehalten...

Donnerstag, 2. Juli 2015

Duschbutter 'Dirty Mango'

Eine ganz "effe" Duschbutter. Muss ja nicht immer alles bunt sein. 
...naaaaa gut, ich geb's zu: ich hab vergessen die Farben vorher anzurühren und dann dickte der Seifenleim recht zügig an, sodass ich lieber schnell alles in die Form geschaufelt habe. Statt Farbe gab's dann einfach einen Fruststempel (es ist übrigens ein Keksstempel von Depot) mit Kakaopulver.

Ich habe folgende Öle verwendet: 33% Kokos, 30% Olive, 29% Soja, 4% Rizinus. Die Überfettung beträgt 40% - ist also echt nix zum Händewaschen, sonst hinterlässt man nachher überall seine Fettspuren ;) Aber zum Duschen ist diese hohe Überfettung super, weil die Seife sowohl reinigt als auch wunderbar pflegt. Das nachträgliche Eincremen kann man sich also sparen.
Sie duftet nach dem Parfumöl "Fresh Mango". Der Name trifft den Duft ziemlich gut: es riecht zwar fruchtig nach Mango, aber nicht so süß, sondern ein bisschen "spritzig". Fast könnte er auch als Unisex-Duft durchgehen, aber eben doch nur fast ;)

So, und jetzt ab zu RUMS

Dienstag, 16. Juni 2015

SchokoBade


Ja, ich gestehe: ich bin badesüchtig. Für mich gibt es einfach nichts schöneres als entspannt im Wasser rumzulümmeln, während ich Duschen eher als notwendiges Übel betrachte.



Also brauche ich sehr, sehr regelmäßig neue Badepralinen, Badebomben oder eben Badeschokolade aka SchokoBade. Ok, ich gebe zu, das ist ein verdammt holpriges Wortspiel :D
Außerdem musste ich meine neue 1€-Herzchenform ausprobieren.

Ich habe für Schoki und Herzchen das gleiche Rezept verwendet, die Anleitung findet ihr hier.

Zutaten:
  • 70g Kakaobutter
  • 25g Sheabutter
  • 40g Natron
  • 30g Zitronensäure
  • 35g Milchpulver
  • ätherisches Öl oder Parfumöl n.B.
  • Zuckerdeko, Blütenblätter 
  • Pigmente (keine Flüssigfarben!)


Beduftet habe ich die rosa Herzen mit einer Mischung aus Parfumöl Rose und ätherischem Rosenholzöl, die lila Herzchen haben ein paar Tropfen Lavendelöl und ein paar mehr Tropfen Parfumöl Arabesque abbekommen, die Schokolade duftet nach viel Vanille mit einem Hauch Orangenblüte.


Da ich keinen Emulgator verwendet habe (ich habe mittlerweile festgestellt, dass ich das Hautgefühl lieber mag, wenn ich auf Emulgatoren verzichte), sollte man direkt nach dem Baden die Ränder der Wanne mit heißem Wasser abspülen.

Haarewaschen: ich lasse meine Haare immer schön im Badewasser "einölen", bevor ich Shampoo verwende, das gibt dann eine Extraportion Pflege. Nach dem Einshampoonieren sollte man aber dringend Kontakt zwischen Haaren und Badewasser vermeiden, sonst gibt's Fettsträhnen ;)

So, jetzt geht's noch schnell zum Creadienstag und heute Abend in die Wanne ;)

Montag, 15. Juni 2015

Crème Deo mit Natron - aluminiumfrei




Schonmal vorweg: dieser Post hat nichts mit Babor oder Gesichtsmasken zu tun. Aber irgendwo muss mein Deo ja wohnen ;) Und was ich auch schon vorweg nehmen kann: ich bin hellauf begeistert

Rezept (zum Ausprobieren vielleicht erstmal die Hälfte verwenden)  

40g Kokosöl, 20g Sheabutter und 30g pflegende Öle nach Wahl (Soja, Traubenkern, Mandel, Jojoba...) bei niedriger Temperatur im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen,
30g Natron und 20g Zinkoxid vermischen. Falls ihr eine elektrische Kaffeemühle habt, könnt ihr Natron und Zinkoxid auch noch feiner mahlen. Dann rubbelt es nachher nicht so unter den Achseln ;) Ich hab es ungemahlen verwendet und mich stört das "Peeling" nicht.
Jetzt Fette und Pulver vermischen und evtl. 25-30 Tropfen ätherisches Öl oder Parfumöl zugeben. Es gibt ätherische Öle, die antibakteriell wirken und die Deowirkung sogar noch unterstützen, z.B. Salbei-, Kampfer-, Zitronen- und Thymianöl. Ich rieche aber lieber nach pudrig-frischen Düften und habe Herbs Ex verwendet (Nevonia, Baby Cotton und Olive Lush kann ich mir auch sehr gut vorstellen).

Beim Abkühlen kann man immer mal wieder rühren, damit sich die Pulverteilchen nicht absetzen. Es dauert aber nicht lange, bis es cremig wird und somit nichts mehr nach unten sinkt. Die "wahre" Konsistenz zeigt sich allerdings erst nach ca. 24 Stunden - bis dahin dachte ich die ganze Zeit, es bliebe zu flüssig :)

Warum liebe ich dieses Deo so?
Also zuerst einmal sei gesagt, dass es sich hier um ein Deo und nicht um ein Antitranspirant handelt. Es hemmt also nicht die Schweißbildung, sondern verhindert die Entstehung von Schweißgeruch durch die antibakterielle Wirkung von Natron und Zinkoxid.
Dafür hat man mit diesem Deo aber auch die gesundheitlichen Risiken, die mit aluminiumhaltigen Deos einhergehen (z.B. gesteigertes Brustkrebs-Risiko) minimiert. Und es wirkt einfach richtig gut: wenn ich es morgens auftrage, kann ich mich bis abends drauf verlassen. Das hat noch kein aluminiumfreies Deo aus der Drogerie geschafft :)

Freitag, 12. Juni 2015

Tauschfreitag bei minilou - Fresh Olive und Mini-Cupcake Seife


http://minilou-mitliebegemacht.blogspot.de/2015/01/tausch-freitag.html




Ich habe häufiger schonmal beim Tauschfreitag von minilou vorbeigelünkert, mich aber noch nie aktiv beteiligt (bin ja auch erst ganz kurz in der Bloggerwelt unterwegs).

Das soll sich ändern!
Hier meine Tauschangebote:




Fresh Olive
Seife mit 30% Olivenöl  
Tonerde grün + grauschwarz
Parfumöl "Olive lush" 
10% überfettet






Mini Cupcake Seife
Mit Kakao gefärbt
Parfumöl "Hafer-Milch-Honig"
10% überfettet






 




Mag wer mit mir tauschen? Dann macht mir doch ein Angebot :) Es kann auch gern noch andere Seife, Badeprodukte oder feste Bodybutter (oder alles zusammen) ertauscht werden - fragt mich einfach!


Donnerstag, 4. Juni 2015

Badepralinen "Lavendel Sprizz"



Am Wochenende fahre ich gute Freunde besuchen und hatte Lust ein kleines Mitbringsel zu basteln. Eine Seife muss natürlich dabei sein, aber ich wollte zusätzlich noch was zur Entspannung mitbringen, weil die beiden frischgebackene Eltern sind und natürlich ordentlich im Stress.
Also mussten Badepralinen her, heute mal eine leicht sprudelnde Variante.

 
Mein Rezept:
  • 70g Kakaobutter
  • 25g Sheabutter
  • 40g Natron
  • 30g Zitronensäure
  • 35g Milchpulver
ätherisches Öl Lavendel, Parfumöl Rose, Farbpigmente lila und rot (nicht mehr als eine Messerspitze), getrocknete Blüten
  1. Kakaobutter auf dem Wasserbad oder im Becherglas auf dem Herd schmelzen, Sheabutter einrühren.
  2. Zur gleichen Zeit in einer anderen Schüssel Natron, Zitronensäure und Milchpulver gründlich miteinander vermengen.
  3. Falls gewünscht, Duftöl und Farbpigmente (keine Flüssigfarbe!) in die geschmolzenen Fette einrühren.
  4. Trockene Zutaten zu den Fetten geben und ordentlich durchmischen, dann in kleine Förmchen (am besten aus Silikon) füllen; evtl. vorher Lavendelblüten in die Förmchen geben.
  5. In den Kühlschrank stellen zum Abkühlen (ca. 1 Stunde).
Falls ihr möchtet, könnt ihr noch etwa 6 g eines Emulgators dazugeben; dieser sorgt dafür, dass die Fette sich mit dem Wasser verbinden und keine großen Fetttropfen auf der Wasseroberfläche schwimmen.



 

Samstag, 30. Mai 2015

Massagebutter (Body Melt) "Silky Vanilla"

Endlich hab ich neue Sheabutter! Ich habe mir sowohl unraffinierte bestellt (weil dort die hautpflegenden Inhaltsstoffe noch alle enthalten sind), als auch raffinierte, falls ich mal etwas ohne den typischen Shea-Duft (manch einer mag es als Mief bezeichnen) machen möchte.


Am dringendsten brauchte ich Sheabutter für meine geliebten Massagebuttern/Body Melts/feste Bodybutter (wie auch immer man sie nennen möchte), ich werde mich aber auf jeden Fall auch noch an einem Natron- und Zinkoxid-Deo auf Sheabasis versuchen. (Edit: ihr findet das Deo mittlerweile hier)

Jetzt aber erst mal zu der Massagebutter. Ich habe folgendes Rezept verwendet:

50g Kakaobutter
50g Sheabutter (unraffiniert)
5g Öle (z.B. Jojoba, Mandel, Traubenkern, Kokos, helles Sesamöl...)
6g Bienenwachs

optional:
einige Tropfen ätherisches Öl oder Parfumöl (ich habe Parfumöl Vanille und einen winzigen Hauch ätherisches Öl Orangenblüte gemischt)
Goldpuder
Konservierer (ich habe Biokons verwendet, da brauchte ich für die o.g. Menge 6 Tropfen)

Anstelle des Goldpuders kann man natürlich auch Pigmente (flüssige Farben verteilen sich nicht im Öl) oder anderes Glitzerpuder verwenden. Es sollte nur gaaaanz fein sein. In der fertigen Massagebutter sieht man das Puder übrigens fast gar nicht mehr, es lässt aber die Haut schön schimmern und strahlen.

Zum Duft ist noch zu sagen, dass man unbedingt einen Duft auswählen sollte, der zum Geruch der unraffinierten Sheabutter passt - sonst kann das echt eine stinkige Angelegenheit werden. Besonders holzige, würzige oder süße Düfte (Vanille, Schokolade, Honig, Kaffee...) passen sehr gut. Zarte Blütendüfte oder frische Zitrusnoten finde ich in Kombination mit Sheaduft ganz grauslich! Dann lieber auf die raffinierte Sheavariante zurückgreifen, da ist dann duftmäßig alles möglich.

Anleitung: Kakaobutter zusammen mit dem Bienenwachs unter ständigem Rühren überm Wasserbad schmelzen und darauf achten, dass die Temperatur möglichst 40°C nicht übersteigt. Danach die Sheabutter einrühren; falls das Bienenwachs ausflockt, nochmals unter Rühren erhitzen. Öle, evtl. Duft, Glitzer-/Farbpuder und Konservierer zufügen und in Silikonförmchen füllen. Kühl stellen, bis die Butter fest geworden ist (aber nicht zu kalt stellen: in der Tiefkühltruhe wird die Butter rissig).

Mit Konservierer ist die Massagebutter ca. 6 Monate haltbar, ohne sollte sie im Kühlschrank gelagert und innerhalb von ca. 3 Monaten verbraucht werden. Aber man riecht ja, wenn das Öl ranzig wird ;)


Mittwoch, 29. April 2015

Badecookies

Ich wollte doch soooo gerne mal Badecupcakes machen! Und da ich ja nie warten kann, bis ich alle benötigten Zutaten im Haus habe, ging es einfach mit dem los, was da war (und ihr könnt es euch denken: das ist auch der Grund, warum dieser Post nicht "Badecupcakes" sondern "Badecookies" heißt).


Mein Rezept:
  • 200 gr Natron
  • 100 gr Zitronensäure
  • 30 gr Speisestärke
  • 40 gr Magermilchpulver
  • 70 Gramm Kakaobutter
  • 1 Esslöffel Öl nach Wahl (ich habe Sojaöl verwendet)
  • Parfumöl/ätherisches Öl nach Wahl
 











Als Duft habe ich Buttervanille-Aroma (zum Backen) verwendet. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob der Duft auch über einen längeren Zeitraum stabil bleibt und nicht ranzt, da ich aber immer nur wenige Badepralinen mache, sind die spätestens nach 3 Monaten aufgebraucht und so lange hält es sich problemlos.

Erst habe ich die Kakaobutter bei niedriger Temperatur geschmolzen, dann alle anderen Zutaten hinzugefügt und gut verrührt. Danach habe ich meine Silikonmuffinförmchen gefüllt und mich auch an einem Cupcake versucht. Leider war meine Mischung aber durch den hohen Gehalt an Natron und Zitronensäure nicht wirklich homogen und cremig, sodass einfach keine fluffige "Sahne" entstanden ist, sondern ein bröseliger Hundehaufen :D

Beim Baden lösen sich die Muffins/Cupcakes/Cookies sprudelnd auf und pflegen die Haut ganz toll, sodass man nachher keine Bodylotion mehr benötigt. Und da sie mittlerweile schon wieder fast aufgebraucht sind, habe ich bald einen Grund, mich nochmal an Cupcakes zu versuchen - und diesmal mit geeignetem Rezept und richtigen Zutaten ;)











Mittwoch, 8. April 2015

"Fresh Olive" - Naturseife mit Tonerde


Ich hatte jetzt ein paar Tage schon Tonerde zu Hause liegen und die wollten vorgestern verseift werden :)
Grün, grauschwarz und rot hatte ich mir bestellt - die rote Erde wartet aber noch auf ihren ersten Einsatz.

Rote, grüne und schwarze Tonerde



Das Rezept:
- 30% Olivenöl
- 20% Kokosöl
- 20% Rapsöl
- 20% Erdnussöl
- 10% Fettstange

destilliertes Wasser, 
Tonerde grün + grauschwarz, Kakao, Parfumöl "Olive lush"



 

Mein erster Secret-Swirl-Versuch ist mir ja aufgrund des zu zähen Leims nicht ganz so gelungen, wie ich ihn mir gewünscht hätte, darum habe ich diesmal den Leim ziemlich flüssig gelassen. Um das zu erreichen habe ich sehr kalt gearbeitet (knapp 30°C) und die Wassermenge etwas erhöht, außerdem habe ich Fette gewählt, die nicht so schnell andicken. Die Tonerde (einmal grauschwarz mit etwas Kakao gemischt und einmal grün) habe ich direkt mit dem Seifenleim verrührt.
Beduftet habe ich mit dem Parfumöl "Olive lush" (ich liiiiiebe diesen Duft!) und die Überfettung beträgt 10%.



Die Farbe der grünen Tonerde hat mich leider etwas enttäuscht. Das sieht für mich einfach nur wie eine hellere Version der grauschwarzen Tonerde aus, es ist kaum ein Grünstich zu erkennen. Insgesamt gefällt mir die Seife aber trotzdem sehr gut. Und bei Naturfarben kann man natürlich auch nicht die Farbintensität von "Chemiefarben" erwarten.


Weil ich grad so einen Spaß am Etiketten-Designen habe, hab ich direkt mal zwei verschiedene Banderolen für die Seife gemacht. Mir gefällt die hintere etwas besser, aber bei der vorderen passt die Schriftart so gut zum Swirl :)

Sonntag, 5. April 2015

Mini-Cupcake-Seifchen (mit Rezept)

Es hat geklappt! Eine Seife, die genau so geworden ist, wie ich sie mir vorgestellt habe :) Normalerweise passiert ja immer irgendwas unvorhergesehenes... Aber diesmal hat sich der Seifenleim ganz tadellos angestellt.
Nachdem ich beim schwedischen Möbelhaus viereckige Silikoneiswürfelförmchen für einen Euro abgestaubt habe, wollte ich unbedingt kleine Seifencupcakes machen.
Als Rezept habe ich diesmal einfach eine "Billigmischung" verwendet, bei der es mir nur drauf ankam, dass ich nicht zu sehr um die teuren Inhaltsstoffe trauern muss, falls es ein Seiflein für die Tonne wird, und der Leim schön hell bleibt (also kein Oliven- oder anderes dunkles Öl).

Mein Rezept bestand also aus ca. 30% Kokosfett, 30% Fettstange, 30% Raps und 10% Erdnuss; überfettet habe ich mit 10%. Im Wasser für die Lauge habe ich je einen TL Salz und Zucker aufgelöst. Als Duft habe ich "Hafer-Milch-Honig" gewählt (den hellen Leim habe ich allerdings nicht beduftet, da ich nicht wusste, ob mein Parfümöl eventuell braun verfärbt) und zum Färben habe ich Kakaopulver verwendet. Die "Schoko"späne obendrauf sind mit der Küchenreibe geraspelte Reste von einer anderen Seife. 
Ich habe sehr kalt (Leim und Lauge unter 30 Grad) gearbeitet; Palmin und Fettstange wurden schon wieder fester. Der Leim ist relativ schnell angedickt, sodass er sich ganz problemlos aufspritzen ließ.

Das Parfumöl scheint übrigens ziemlich echt zu riechen - der Hund einer Freundin hätte fast einen gefressen :D
Topping-Resteverwertung